Kann Milch zum frühen Tod führen?

Kuhmilch trinken

Kaum ein anderes Nahrungsmittel polarisiert so sehr wie die Milch. Sei es in der Werbung, von den eigenen Eltern oder sogar von Ärzten: Das enthaltene Kalzium und Vitamin D gelten für den Körper als unentbehrlich. Studien haben sich in den letzten Jahren vermehrt diesen Mythen gewidmet – mit überraschenden Ergebnissen. Auf der einen Seite herrscht die Überzeugung, dass die Milch den Körper über die Maße fit hält. Andere wiederum sehen die verarbeitete Milch als Quelle für zahlreiche Krankheiten.

Eine Studie von 2009 aus Vietnam und Australien verglich die Knochendichte von insgesamt 105 vegan lebenden Studienteilnehmerinnen (Sie verzichten auf tierische Erzeugnisse – also auch auf Kuhmilch) mit denen von ebenso vielen normal essenden Frauen. Überraschenderweise zeigte sich, dass beide Studiengruppen eine nahezu identische Knochendichte aufwiesen. Um einer Studienverfälschung vorzubeugen, stammten ausnahmslos alle Veganer aus einem vietnamesischen Klosterorden. Sie traten meist schon in sehr jungen Jahren ein und lebten nachweislich seither streng vegan. Kalzium gilt üblicherweise als der Knochenmineralstoff und soll von bedeutsamer Wirkung für unsere Gesundheit sein. Jedoch nahmen die untersuchten Nonnen etwa nur 370 Milligramm Kalzium pro Tag zu sich. Das entspricht bei einer empfohlenen Tagesdosis von etwa 1200 Milligramm bei Erwachsenen nicht einmal einem Drittel. Ein zur öffentlichen Meinung noch widersprüchlicheres Ergebnis lieferte eine Studie aus 2014 um  Prof. Michaëlsson vom Karolinska Institute in Stockholm und seinem Team: Es zeigte sich, dass der Milchkonsum nicht nur völlig Nutzlos in Hinblick auf die Vorbeugung von Osteoporose und Knochenbrüchen ist, sondern diesen massiv fördern. Hierzu beobachtete man etwa 60.000 Frauen über einen Zeitraum von 20 Jahren und 45.000 Männer für elf Jahre. Innerhalb des Beobachtungszeitraumes erlitten 17.000 Frauen und 5.000 Männer Knochenbrüche. Nun wird man sich denken, dass vermehrt Probanden mit einem höheren Milchverzehr und der Aufnahme von Kalzium von Brüchen aller Art verschont blieben. Aber das Gegenteil war der Fall! Es zeigte sich sogar, dass das Sterberisiko unter den Milchtrinkern gegenüber der anderen Testgruppe sich erhöhte. An dieser Stelle sei aber gesagt, dass man die Ergebnisse nicht 1:1 umsetzen kann, da natürlich eine Vielzahl von verschiedenen Faktoren wie Vorerkrankungen, das Trinken/Verzicht von Alkohol, allgemeine Lebensweise usw. ebenso zu berücksichtigen sind. Eine Begründung für das überraschende Ergebnis könnte laut Prof. Michaëlsson in der im Milchzucker enthaltenen Galaktose liegen, die sich entzündungsfördernd auf den Körper auswirkt. Dies Bestätigten auch die Blutanalysen der Milchtrinker, die erhöhte Entzündungswerte sowie einen erhöhten oxidativen Stresspegel aufwiesen.

Gerade Kindern und Jugendlichen wird empfohlen besonders viel Milch aufzunehmen, um ein stabiles Knochengerüst auszubilden. Dr. Diane Feskanich von der Harvard University stellte im Jahr 2013 fest, dass genau das Gegenteil der Fall sei. Bei den fast 100.000 Studienteilnehmern zeigte sich, dass ein erhöhter Milchkonsum das Risiko für spätere Knochenbrüche sogar erhöhen kann. Überdies hinaus besteht dieser Studie nach bei längerfristig vermehrter Milchaufnahme die Gefahr bereits im Kindesalter an Diabetes I zu erkranken. Als Autoimmunkrankheit Diabetes Typ I entwickelt sich die Krankheit, wenn die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse der Meinung sind, dass diese der Feind des Körpers sind und umgehend vernichtet werden müssen. Vor allem die Milch-Proteine, im Speziellen das A1 Beta-Casein Protein der Milch scheint diesen Prozess zu begünstigen. In einer anderen vergleichbaren Studie konnte dies bestätigt werden. Es zeigte sich hierbei, dass das Stillen mit Muttermilch den Ausbruch von Diabetes I verhindern kann. Daher raten die Ärzte der Studie dringend das Kind nach Möglichkeit mit der eigenen Muttermilch zu stillen und auf Kuhmilch bzw. Säuglingsmilch auf Kuhmilchbasis weitgehend zu verzichten. Kuhmilch wäre auch im naturbelassenen Zustand als Muttermilch völlig ungeeignet, da sie einerseits die dreifache Eiweißmenge und andererseits 50 Prozent weniger Milchzucker als menschliche Muttermilch enthält. Aus diesen Gründen sind Milchersatznahrungen für Mütter die ihre Kinder selbst nicht stillen können, in der Zusammensetzung der menschlichen Muttermilch angepasst. Warum also sollte Kuhmilch im Erwachsenenalter nützlich sein, wenn sie sogar im Kleinkindalter schon völlig ungeeignet erscheint? Trotz aller umfangreichen Erkenntnisse zeigten andere großangelegte Studien keine Beweise für diese Theorie und konnten deren Forschungsergebnisse nicht reproduzieren. Manche gehen sogar vom Gegenteil aus! Sie nehmen an, dass die Kuhmilch keineswegs Diabetes auslöst, sondern den Körper vielmehr davor schützt. Aber auch diese Studie steht wieder für sich alleine und konnte bislang nicht eindeutig bewiesen werden.

Gut fürs Wachstum

Gut für das Wachstum? Trotz zahlreicher Untersuchungen gibt es noch immer keine eindeutige Antwort.

Eine weitere Studie aus den USA besagt, dass  die erhöhte Aufnahme von Kalzium zu Prostata-Krebs führen könnte. Wiederum wird von manch anderen hervorgehoben, dass die Kuhmilch bei weitem nicht so viel Kalzium enthält, wie uns die Werbung weismachen will. Stattdessen sollte man ihnen zufolge mehr Sesampaste oder Grünkohl essen, da diese im Gegensatz zur Kuhmilch regelrechte Kalziumbomben wären. das Problem ist nicht nur der Kalziumgehalt allein, sondern wie sich dieser zusammensetzt und letztendlich vom Körper verarbeitet werden kann. Die Polemik der unterschiedlichen Studien besteht in der Unklarheit, ob Milch nun tatsächlich Prostata-Krebs auslösen kann und Kalzium tatsächlich der Auslöser dafür ist. Verursacher könnten auch andere – vielleicht noch unbekannte Faktoren sein. Die Befürworter der Kalziumthese gehen bei allen möglichen Horrorszenarien zumindest davon aus, dass Personen mit allgemeinen gesundheitlichen Problemen eine signifikante Verbesserung erleben, wenn sie auf Milchprodukte verzichten. Wer dennoch auf Milchprodukte nicht verzichten möchte, kann bedenkenlos auf Alternativprodukte zugreifen. Mandel-, Hafer-, Reis-, Soja-, Ziegen- und Schafmilch sind  bereits in vielen Drogerien erhältlich und erfreuen sich einer immer größer werdenden Beliebtheit.

Schafmilchprodukte

Alternativprodukte wie Schaf- und Ziegenmilch werden immer beliebter und auch leichter verfügbar.

Milch steht laut neuesten Untersuchungen nicht nur im Verdacht Prostata-Krebs auszulösen, sondern auch die Gefahr einer Darmkrebserkrankung zu erhöhen. Einerseits haben Forscher bei der Auswertung von Metaanalysen herausgefunden, dass der Milchverzehr das Darmkrebsrisiko senkt, andererseits wirft eine vor wenigen Jahren veröffentlichte Studie die Frage auf, ob der Verzehr von Fleisch und Milch des europäischen Hausrinds das Darmkrebsrisiko beeinflusst, dass des Yaks  und Zebus aber nicht? Das würde zumindest die niedrigen Darmkrebsraten in den Ländern wie Indien, der Mongolei und Bolivien erklären, in denen entweder keine Milch oder eben nur vom Yak und Zebu zu sich genommen wird. Die beiden Studienautoren, einer davon der Nobelpreisträger Harald zur Hausen wirft in diesem Kontext die Frage auf, ob womöglich Viren im Hausrind dafür verantwortlich sein könnten.

Es zeigte sich, dass die im Supermarkt üblich erhältliche Kuhmilch für eine Vielzahl an Atemwegserkrankungen (Husten, Schnupfen…) verantwortlich sein kann. Viel Gesünder ernähren sich Kinder auf dem Land, die bevorzugt Rohmilch zu sich nehmen. Jedoch schrillen bei vielen Erwachsenen beim Begriff „Rohmilch“ die Alarmglocken, da man mit der Rohmilch, sofern diese tatsächlich völlig unbehandelt ist, beim trinken die natürlichen Bakterien der Mutterkuh aufnimmt. Einerseits kann hier Entwarnung gegeben werden, da diese Bakterien völlig unschädlich für unser Immunsystem sind, andererseits  ist die Gefahr einer Erkrankung umso größer, je mehr Faktoren gegen eine natürlich Haltung des Tieres sprechen (Massentierhaltung, Fütterung mit Kraftfutter aus Gen-Mais oder Gen-Soja…) und je weniger Auslauf die Kuh hat. Bei all den Sorgen vor angeblich schädlicher Rohmilch ist es also fast schon ein Wunder, dass die Landbevölkerung noch am Leben ist. Und nicht nur das! Sie sind auch noch viel gesünder als jene, die sich mit der ach so sicheren und keimfreien H-Milch aus dem Supermarkt versorgen.

H-Milch

In der Werbung wird mit Milchprodukten gerne die Natürlichkeit suggeriert, wenngleich die enthaltene weiße Flüssigkeit nur noch die Farbe mit dem Ursprung gemeinsam hat.

Heute ist das Pasteurisieren der Milch bei allen Kuhmilchsorten Pflicht. Einzig die vorhin erwähnte Rohmilch nimmt sich von dieser Regel aus. Beim Pasteurisierungsvorgang wird die Milch auf etwa 75 Grad erhitzt, um die Bakterien abzutöten. Dabei gehen nicht nur etwaige Keine zugrunde, sondern auch die in der Milch enthaltenen Verdauungsenzyme, die sogenannte Laktase. Das ist einer der Hauptgründe, dass viele Personen Verdauungsprobleme haben – insbesondere bei Laktoseintoleranz.

Bei der Laktoseintoleranz handelt es sich um das Phänomen, den in der Milch enthaltenen Milchzucker nicht vertragen zu können. In Mittel- und Nordeuropa sind hiervon etwa zehn Prozent der Bevölkerung betroffen. Trinkt diese Bevölkerungsgruppe trotzdem Milch, führt dies nicht selten zu Magenkrämpfen und Durchfall. Im Unterschied zur reinen Milch (Unabhängig vom Bearbeitungsgrad) sind Milchprodukte wie Butter trotz Laktoseintoleranz meist gut verträglich, da Butter vergleichsweise wenig Milchzucker enthält.

Verteilung Laktoseintoleranz

75% der Weltbevölkerung, jedoch nur 10% der Europäer weisen eine Laktoseintoleranz auf.

Geht man tatsächlich davon aus, dass bereits das Trinken von pasteurisierter Milch eine schädigende Wirkung auf unseren Körper hat, geht man bei der Herstellung der immer beliebter werdenden H-Milch noch einen viel größeren Schritt weiter. Hierbei wird In der Produktion die Rohmilch zunächst auf über 150 Grad erhitzt. Bei diesem als Ultrahocherhitzung genannten Verfahren wird die Milch zwar für mindestens sechs Wochen haltbar, dabei aber neben Bakterien auch die körperwichtigen Enzyme, Eiweiße, und ein Großteil der Vitamine und Fette zerstört. Leider lösen sich diese Stoffe nicht einfach in Luft aus, sondern gelangen in abgewandelter und unverwertbarer Form in unseren Körper und schwächen somit unser Immunsystem. In den USA wird die Milch bereits zu über 80 Prozent in Form von H-Milch gekauft. Am Rande sei noch erwähnt, dass bei der Herstellung von laktosefreier H-Milch im Vergleich zu anderen Milchsorten, kaum ein größerer Mehraufwand entsteht. Jedoch lässt die Milchindustrie das als gesund und leicht verdaubar deklarierte Produkt dem Konsumenten einiges mehr kosten.

Will man sein Gewicht reduzieren und sich gleichzeitig auch noch gesund ernähren, greift man bekanntermaßen zur fettarmen beziehungsweise fettfreien Milch. Denn Fett ist nicht gesund und macht dick – so zumindest die Meinung vieler.  Eine Studie aus dem Jahr 2005, die in der Zeitschrift Archives of Pediatrics and Adolescent Medicine veröffentlicht wurde, kam paradoxerweise zum Schluss, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Laut Studie ist die in der Milch enthaltene Linolsäure der Auslöser. Hierbei handelt es sich um eine zweifach ungesättigte Fettsäure die auf natürliche Weise im Milchfett enthalten ist und den Fettstoffwechsel beschleunigt. In der fettarmen Milch befindet sich zwar weniger Milchfett, aber eben auch weniger Linolsäure. Der Turbo des Fettstoffwechsels bleibt demnach aus. Für die Einen gilt dieser Aspekt als letzter Beweis, der gegen den Konsum von Kuhmilch spricht, Gegner der These kritisieren, dass besonders in den USA Milchprodukte nur selten ohne Kakaopulver und anderen zuckerreichen Geschmacksstoffen produziert werden. Es sind genau die Kritiker, die ihrerseits behaupten, dass die reine Milch eventuell sogar ein echter Schlankmacher sein könnte. An einer Untersuchung an der École Polytechnique Fédérale in Lausanne zeigte sich bei Mäusen, dass sie keine Tendenzen von Übergewicht zeigten, wenn man ihnen bei einer fetthaltigen Diät zusätzlich Milch ins Futter mischte.

Da Kühe in der Massenhaltung nur durch verabreichtes Antibiotika im Futter wahre Rekordmengen an Säuglingsmilch erzeugen, sind diese Futterzusätze zwar in einer modernen Milch-Industrie unabkömmlich, aber auch eine mögliche Gefahr. Durch den ausgesetzten Stress und den Rückständen der verabreichten Antibiotika in der Milch, ist auch der Endverbraucher möglichen Gesundheitsrisiken ausgesetzt. Hört man in den letzten Wochen von  antibiotikaresistenten Keimen, ist dies bei genauer Betrachtung nicht verwunderlich. Wer jetzt nur an die eigenen Krankheiten und die eingenommen Tabletten denkt, wird überrascht sein, dass wir in Wirklichkeit nahezu täglich Antibiotika zu uns nehmen. In jedem Liter Kuhmilch und jedem Hühnerei finden sich Spuren des Antibiotikums, dass dem Tier zuvor verabreicht wurde. Und mit jedem Schluck und jedem Bissen landet dieses beim Endverbraucher. Bei mir und dir! Ich glaube kaum, dass sich jemand aus freien Stücken vorstellen könnte, jeden Tag Antibiotika-Pillen ohne gesundheitlichen Grund zu sich zu nehmen.

Rießige Kuheuter

Die industrielle Milchausbeutung macht sich zu allererst bei den Kühen bemerkbar: Nicht nur die Milchmengen und die Eutergrößen nehmen zu, sondern auch die in Verbindung gebrachten Krankheiten.

Eine Kuh gibt nur Milch gibt, wenn sie Nachwuchs hat. Deshalb wird eine sogenannte Milchkuh fast ununterbrochen schwanger gehalten. Futterzusätze und Industrialisierung ermöglichen es, dass eine Kuh bis an zu 300 Tagen im Jahr gemolken werden kann. Um diese unglaublichen Mengen an Rohmilch zu erreichen, werden den Tieren nicht nur Antibiotika, sondern auch Hormone verabreicht. Diese gelangen genauso wie das Antibiotika durch die zugeführte Nahrung  in unseren Körper. Eine trächtige Kuh enthält etwa ein Drittel mehr Östrogen und noch viel mehr Progesteron als eine nicht trächtige Kuh. Dieses Enzym setzt das Immunsystem herab, dass das Ungeborene davor schützt als Schädling erkannt und letztendlich von ihm bekämpft zu werden. Was einerseits das Ungeborene schützt, öffnet Studien zufolge im Erwachsenenalter einer Vielzahl von Krankheiten Tür und Tor. Doch als wäre dies nicht schon schlimm genug, verhindern die hohen Progesteronmengen die Bildung eines Enzyms, dass für den geregelten Zelltod verantwortlich ist. Das hat zur Folge, dass Zellen stärker wachsen – Mitunter auch gefährliche Krebszellen! Aber trotz aller Szenarien: Es handelt sich um ein Kann – nicht um ein Muss!

Das Argument, dass Milch für Kälber und nicht für Menschen gedacht sei, lässt Gerhard Rechkemmer vom Max-Rubner-Institut für Ernährung und Lebensmittel nicht durchgehen.

„Viele unserer Nahrungsmittel dienen in der Natur einem anderen Zweck. Das gilt fürs Salatblatt genauso wie für den Hühnerschenkel.“

Gerhard Rechkemmer

Überdies hinaus sind wir auch nicht die einzigen Lebewesen, die andere Tiere melken. Ameisen halten und melken Blattläuse. Gerhard Rechkammer meint, dass man sehr wohl den bisherigen Studienergebnissen nachgehen sollte, aber es keinen Grund gäbe vom Milchkonsum allgemein abzuraten.

Ab wann ist Milch nun ungesund/gesund? Die oftmals widersprüchlichen Forschungsergebnisse lassen zwar die aufgetretene Panik von vor einigen Jahren etwas verebben, verdeutlichen aber gleichzeitig wie wenig wir noch immer über eines unserer wichtigsten Nahrungsmittel wissen. Angefangen von der Milchverträglichkeit als Evolutionsfortschritt, bis zur zweifelhaften Wirksamkeit des Kalziums. Obwohl es auf die drängenden Fragen bislang noch keine klaren Antworten gibt, lassen sich gewisse Tendenzen feststellen. Die Frage ist nicht, ob Milch gesund oder ungesund ist, sondern wann sie für unseren Körper vorteilhafte Wirkungen hat.
Die einzelnen Studien zusammengefasst, gelten fette, fermentierte Milchprodukte aus Vollfettmilch am gesündesten. Milchprodukte wie Kefir, Käse, Joghurt und Sauerrahmbutter sind in traditioneller Herstellung nicht nur für den Körper bekömmlicher, sondern haben überdies hinaus eine höhere Haltbarkeit.

Ihnen folgt die Gruppe der Rohmilchprodukte, da Erzeugnisse wie Rohmilchsahne und -butter kaum Laktose und Casein enthalten, dafür über eine große Menge an Nährstoffen und Enzymen verfügen.

Zu guter Letzt folgt noch die reine Rohmilch. Sie ist mit ihrem reinen Fettgehalt gesünder als die stark verarbeitete Flüssigkeit aus dem Supermarkt, aber auch in den einzelnen Studien als nicht unproblematisch bezeichnet worden und daher nicht ohne weiteres als Durstlöscher zu empfehlen.

Wie bewertest du den eigenen Milchkonsum? Siehst du die Kuhmilch als eher problematisches oder gesundheitsförderndes Produkt, und welchen Stellenwert hat die Milch noch heutzutage im Vergleich zur milchfreien Konkurrenz? Was sind deine persönlichen Erfahrungen? Bist du ein überzeugter Milchtrinker oder hast du den alternativen Weg für dich entdeckt? Wenn Zweites zutrifft: Was waren deine Gründe und wie schwer ist es für dich komplett auf Milchprodukte zu verzichten? Freue mich wie immer auf eure Antworten, Meinungen und Ratschläge!


Weiterführende Links:
Pro und Contra zur Milch in der „Women’s Health“ (15.06.2016, 23:58) – Deutsch
Artikel in der „DW“ (15.05.2016, 23:59) – Deutsch
Wikipedia-Artikel zur Langzeitstudie „Nurses‘ Health Study“ (16.06.2016, 00:01) – Deutsch
Zentrum der Gesundheit: Gesundheit mit veganer Ernährung (16.06.2016, 00:02) – Deutsch
Wikipedia-Artikel zur Vorgang der Pasteurisierung (16.06.2016, 00:04) – Deutsch
Wikipedia-Artikel zur Antibiotikaresistenz (16.06.2016, 00:05) – Deutsch
Wikipedia-Artikel über den Ernährungswissenschaftler Gerhard Rechkemmer (16.06.2016, 00:12) – Deutsch

Quellenangaben:
Titelbild: http://images.womenshealth.de/fm/1/thumbnails/sh_Alexander-Chaikin_75835921_Kuhmilch_ungesund_800x462.jpg.459444.jpg (16.06.2016, 00:13) – Kuh auf Weide mit Milchglas und -krug.

 

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/images/titelbild/milch-krankheiten-ia-2.jpg (16.06.2016, 00:54) – Ist Milch gut für das Wachstum?
http://images.pxlpartner.ch.s3.amazonaws.com/n57924/images/detailluzernbig/regionale_produkte_dienstleistungspartner_schafbuur_800x520.jpg (16.06.2016, 00:55) – Schafmilchprodukte.
http://www.molkerei-weihenstephan.de/uploads/pics/wst_pm_hmilch_3_5_1u0_5.jpg (16.06.2016, 00:56) – Kuhmilch-Tetrapak mit Natur als Hintergrund / Eigene Bearbeitung mit Photoshop.
http://www.laktose-ratgeber.de/images/database/themen/verteilung_laktoseintoleranz.jpg (16.06.2016, 00:59) – Weltweite Verteilung Laktoseintoleranz.
http://www.all-rind.de/img/news/SchauDerBesten2015/9_Lady-Gaga-und-Benzouka.jpg (16.06.2016, 01:04) – Riesige Euter einer Milchkuh.

 

Advertisements

60 Kommentare zu “Kann Milch zum frühen Tod führen?

  1. Ich habe mich letztens erst mit einer Kollegin über die Lebensdauer der Menschen unterhalten. Laut „Studien“ soll die Anzahl der Pflegebedürftigen in den nächsten Jahren ja steigen. Da wir so eine tolle Medizinische Versorgung haben, werden wir alle älter. Der Pflegebedarf steigt, also werden vermehrt Pflegefachkräfte ausgebildet. Die Realität zeigt aber:
    – unser ja wirklich gutes medizinisches Angebot, kann kaum noch von Rentnern/HarzIV Beziehern/Aufstocker genutzt werden, da viele Medikamente selber bezahlt werden müssen
    – Untersuchungen, die nötig wären, um Krankheiten vorher zu erkennen, entweder von der Krankenkasse nicht bezahlt werden oder aber von den Ärzten erst gar nicht in Betracht gezogen werden
    – durch den ganzen chemischen Mist, den man täglich zu sich nimmt, vermehrt Krebs auftritt, der ja in den seltensten Fällen ein langes Leben beschert

    In meinem Umkreis alleine sind in den letzten Jahren vier Menschen an Krebs erkrankt und nur eine Freundin konnte ihn vorerst besiegen.
    Von Herzinfarkten und Schlaganfällen will ich gar nicht anfangen.
    In dieser stressigen Zeit, sind sie vorprogrammiert.

    Also woher kommen die Pflegebedürftigen Generationen??? wenn sie doch von der Industrie systematisch vergiftet werden.

    Ich selber trinke nur noch selten Milch, da ich sie in großen Mengen auch nicht vertrage. Für mein Müsli benutze ich Reis-Soja-Milch als Alternative.
    Allerdings bin ich ein Joghurtfan und hole mir 0,5 %igen „Naturjoghurt“, der natürlich auch den ganzen Mist in sich trägt. :-/
    Aber was hat den nun keine Chemie im Gepäck??? 😦

    LG JJacky

    Gefällt 2 Personen

    • Hallo JJacky
      Also eines einmal vorweg: Ich bin absolut keiner, der jeder x-beliebigen Studie Vertrauen schenkt. Ich selbst trinke jeden Tag Milch und meine Eltern und Großeltern taten dies auch. Ich kann mich nicht ein einziges Mal erinnern, dass meine Großmutter echt krank gewesen sei! Sie war sogar davon überzeugt, dass das tägliche Glas Milch (Rohmilch von der Kuh im Stall/Wiese mit einer dicken Schicht Rahm) sie vor Krankheiten bewahrt hat. Nichtsdestotrotz sind auch immer mehr Menschen aufgrund der Studien vorhergegangener Jahre vom Gegenteil überzeugt. Wobei ich meistens nicht das Gefühl habe, dass die Überzeugung aufgrund eigener Erlebnisse und Erfahrungen zustande gekommen ist. Es ist eher die Unsicherheit. Ähnlich zum Thema Fleischessen = Krebs!
      Auch ich glaube, dass die Überalterung der Gesellschaft irgendwann stagnieren wird – aus denselben Gründen wie du sie aufgezeigt hast. Die Medikamente werden zwar immer sensibler auf die jeweilige Erkrankung abgestimmt, aber leistbar ist sie jetzt schon nur noch für die Elite der Gesellschaft. Nicht ohne Grund blüht das Geschäft mit der Alternativmedizin, Schamanismus etc.
      Viele befürchten eine 2-Klassen Gesellschaft. Aber in Wirklichkeit haben die wir wohl bereits. Krebsheilung ist schon seit längeren nicht mehr unbedingt leistbar und Selbstverständig in der Versorgung. Sobald du in irgendeiner Weise „Transportfähig“ bist, wird man aus dem Krankenhaus wieder entlassen, da das Krankenbett bereits für den nächsten reserviert ist.
      Das nächste ist die im Artikel erwähnte Antibiotikaresistenz: Darauf baut beinahe die ganze medizinische Behandlung auf und wird über die Maßen verabreicht. Ist dieser Wirkstoff tatsächlich einmal unwirksam und eine Alternative nicht in Sicht, bricht die Behandlungskette ohnehin zusammen.
      Ich persönlich finde es wirklich gut, dass sich immer mehr Leute um ihre Gesundheit sorgen und gewisse Lebensmittel meiden oder manche „Gifte“ kritisch beäugen. Wir sind natürlich den großen Variationen an schädlichen Substanzen im Alltag völlig ausgeliefert, aber was heute die breite chemische Palette ist, waren früher weniger, aber umso giftigere Stoffe. Man denke nur an Asbest! Früher lebte man wortwörtlich damit unter einem Dach, heute wird nur beim Anblick ein Großalarm ausgelöst. Zu Recht natürlich, aber überlebt hat die Menschheit auch damit!
      Zurück zur Milch: Wie die Studien zeigten, ist die Verwirrung nach den Studien sogar fast noch größer als davor! Aber da ich auch ein großer Joghurtfan bin und Milch sowieso sich nicht wirklich vermeiden lässt, sofern man nicht die gesamte Ernährung auf den Kopf stellen möchte, werde ich auch in Zukunft meine Milchprodukte in vollen Zügen genießen.

      Lg. Da_Wolf

      Gefällt 1 Person

      • Nunja, vielleicht sollte man sich mit dem Ursprung der Milch befassen; denn kommt ja bekanntlich von „glücklichen Kühen“ ! Oder doch nicht ? Und Milch ist nun auch nicht das A und O für ein langes Leben. Und wenn ich in die Zukunft schaue, fängt es mir zu gräuseln an. Freilich essen wir nur Chemischen Dreck; egal ob in Wust, Fleisch oder Obst und Gemüse was mit Pestiziden behandelt wurde. Die Menschen werden wohl nicht älter, sondern sollen um ihre Rente gebracht werden ! Und solte man doch ein hohes Alter mal erreichen und zum Pflegefall werden, geht alles nur nach Zeit. Zum füttern, waschen etc. bleibt den Pflegekräften nur eine bestimmte Zeit. Sowas ist keine Würde mehr !

        Gefällt mir

  2. erstmal danke für deinen eloquenten beitrag, wolf!
    über milch wird schon lange gestritten und selber trinke ich sie im kaffee und nutze milch, wenn ich mir polenta oder pudding zubereite.
    doch, dass milch prostatakrebs auslösen könnte halte ich für humbug.
    prostatakrebs wird begünstigt von sitzheizungen im auto und wenn nicht regelmäßig sperma entladen wird. das habe ich mir angelesen und mehrfach im tv gehört.
    mein ehemaliger schwiegervater hat das schicksal prostatakrebs ereilt. 2008 wurde er im april 65, ging in rente und verstarb im september des gleichen jahres an prostatakrebs. er nutze sehr häufig seine sitzheizung und das mit der spermaentladung erfolgte wohl auch nicht mehr so häufig wie in jungen jahren. allerdings weiß ich nicht ob das eine allgemeingültigkeit besitzt, denn jedes jahr werden neue erkenntnisse über krebs hervorgebracht. was soll man also glauben?
    doch zurück zur milch. als kind riet mir die kinderärztin dazu mehr kalk zu mir zu nehmen wegen der zähne.
    als kinder kaufte die mutter frische vollmilch, damit wurden wir drei kinder großgezogen und hat keinem von uns geschadet.
    als erwachsene entwickelten mein vater und meine schwester die laktoseintoleranz, aber es gibt ja mittlerweile genug laktosefreie lebensmittel.
    allerdings kann ich das mit den vermehrten knochenbrüchen nicht bestätigen.
    als kind fällt man noch häufig hin, daran kann ich mich recht erinnern. deswegen haben wir uns aber nix gebrochen. selber bin ich schon die treppe runtergefallen und im winter mit dem rad gestürzt, auch nix gebrochen. nur prellungen gehabt.
    calzium nehme ich in form von brausetabletten zu mir, da die wechseljahre leider osteoporose begünstigen.
    bei manchen alten frauen kann man das an den o-beinen erkennen.
    könntest du zum thema calzium auch etwas recherchieren und in einem beitrag bringen? das wäre äußerst interessant und würde ja zu deinem beitrag passen.

    Gefällt mir

    • Freut mich, dass dir mein Beitrag wieder so gut gefallen hat. Das motiviert mich wirklich sehr!
      Ich bin auch normalerweise sehr vorsichtig beim Thema „Studien“. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich sogar sehr gerne Milch trinke (aus geschmacklichen Gründen) und sich bei einer normalen Ernährung sowieso kaum verhindern lasse. Bei den meisten Studien wird meiner Meinung nur sehr einseitig untersucht. Aber wer kann auch schon alle Faktoren berücksichtigen? Die Nonnen aus Vietnam trinken eben auch nicht den ganzen Tag nur Wasser! Was essen sie? Wie viel Bewegung haben sie? Hat vielleicht fehlender Sex mit der Gesundheit etwas zu tun? Mir war bis vor kurzem überhaupt nicht bekannt, dass eine regelmäßige „Spermaentladung“ Prostatakrebs verhindern kann! Auf der einen Seite gilt Prostatakrebs als Altherrenkrankheit, andererseits ist es aus religiösen Motiven heraus eine solche Behauptung sicherlich nicht unumstritten. Das kann jetzt jeder interpretieren wie er will.
      Auch in meiner Kindheit gab es niemals die Debatte, ob Milch in irgendeiner Form schädlich sein könnte. Es galt doch immer, dass das Kalzium gut für die Knochen und Zähne sei und so weiter…
      Da wird in regelmäßigen Abständen eine völlig überprüfte Theorie in die Welt gestreut und die halbe Menschheit in Sorge allein gelassen. Vor allem bei der Milch zeigte sich doch deutlich, dass es fast nie! gelang die Forschungsergebnisse zu reproduzieren. Aus diesem Grund gibt es so viele verschiedene Mutmaßungen und Behauptungen. Liest man sich in das Thema etwas ein, merkt man sehr schnell, dass die Milch fast für jede nur erdenkliche Krankheit verantwortlich gemacht wird.
      Auch ich habe mir bislang nur einmal eine Zehe gebrochen und dies hatte sicherlich nichts mit porösen Knochen zu tun. Ein scharfer Schuss mit einem Fußball auf die Zehe kann eben nicht gut gehen. Ansonsten habe ich mir auch als Kind bei all den kleinen und größeren Sportunfällen nie etwas gebrochen. Ab etwa 35 Jahren sollte man sicherlich auf den Körper etwas genauer achtgeben, ansonsten bringt einem der gesunde Hausverstand auch schon sehr weit im Leben.
      Würde sehr gerne einen Artikel über Kalzium schreiben, muss aber wohl dieses Thema etwas nach hinten verschieben, da ich einen mehr oder weniger genauen Themenplan verfolge. Sprich: Ich habe eine ziemlich lange Themenliste, die ich schritt für schritt abarbeite. Ich habe leider schneller neue Ideen, als ich schreiben kann. Am 26. Juni gibt es den nächsten Artikel in der Rubrik „Starke Bilder – klare Worte“. Werde mir aber deinen Themenvorschlag auch notieren und ganz sicher bald darüber schreiben.

      Schöne Grüße,
      Da_Wolf

      Gefällt 1 Person

  3. Da hast du viele Informationen herangezogen. Respekt. Die unterschiedlichen Studien zeigen ein Problem von Forschung auf: Viele Wege führen nach Rom oder im konkreten Fall weg oder hin zur Milch. Ich denken, die Antwort lässt sich logisch ableiten. Wenn ein Säugetier im Wachstum ist und sein Organe, Verdauung etc. pp. noch nicht voll entwickelt sind, bedarf es einer speziellen „Baby-Nahrung“. Das ist die Milch von Mutti. Ist die wesentliche Wachstumsphase beendet, wird die Nahrung umgestellt. Bei der Kuh auf Gras, beim Menschen auf entsprechende Lebensmittel. Da hat Milch aber keinen Platz mehr. Überhaupt ist es sehr fraglich, ob ein Säugetier über längere Zeiträume die Milch eines anderen Säugetiers tatsächlich als Nahrung aufnehmen sollte. Ich habe erhebliche Zweifel, auch wegen den Mengen. Milch findet sich heute in unterschiedlicher Form in unzähligen Lebensmittel. Es ist also nicht nur die Milch (die ja durch industrielle Bearbeitung ohnehin nur noch ein Schatten von Natürlichkeit ist) als Getränk oder zum verfeinern des Kaffees, die man sich gibt, sondern noch viel mehr. Und da scheint dann ein gesundes Maß nicht mehr einhaltbar. Ich selbst habe Milch nicht mehr auf dem Zettel, außer für den Kaffee. Subjektiv fühle ich mich damit wesentlich besser. Ob das objektiv nachweisbar wäre, … I don’t know.

    Gefällt 1 Person

    • Danke für dein positives Feedback! Ich muss ehrlich sagen, dass ich generell eher ein Skeptiker bei Studien bin. Es werden generell zu wenig bis gar keine äußeren Umstände wie Ernährung, Körpergewicht, Vorerkrankung und Fitness berücksichtigt. Darüberhinaus sind die einzelnen Studien untereinander auch kaum auf Übereinstimmung zu überprüfen. Auch ich bin davon überzeugt, dass es im Säuglingsalter eine genauestens abgestimmte Ernährung bedarf und hierbei einzig die eigene Muttermilch die richtige Wahl ist. Aber mit zunehmendem Alter baut sich auch das Immunsystem auf und unser Körper kann besser mit Bakterien, Säuren im Obst und Gemüse bzw. anderen Zusammensetzungen umgehen. Wie und ob das Trinken von artenfremder Milch natürlich bzw. unnatürlich ist möchte und kann ich nicht genauer beurteilen. Auf der einen Seite essen wir auch Fleisch von anderen Tieren, würden aber aus ethnischen Gründen niemals Menschenfleisch verzehren. Für mich stellt sich die Frage, ob die Milch tatsächlich gesund auf den Körper wirkt, oder eben nicht. Subjektiv glaube ich nicht, dass die Milch ein Auslöser für Krebs oder andere Krankheiten sein kann. Ist aber auch nicht mehr als ein Bauchgefühl. Aber das gilt lediglich für die Rohmilch – frisch von der Kuh! Diese weiße Flüssigkeit aus dem Supermarkt sehe ich genauso wenig gesundheitsfördernd wie der Fruchtsaft zum Verdünnen!
      Ich persönlich werde auch weiterhin mein Müsli essen, weil es mir schmeckt und meinen Kaffee mit Milch trinken. Einzig den Zuckerkonsum möchte ich wenn möglich etwas einschränken – aber das ist eine ganz andere Geschichte.

      Gefällt 1 Person

  4. also für mich gilt: am besten Bio-Rohmilch. Wenn ich mir allerdings die Preise anschaue (bei Denn’s kostet der Liter 2,09 Euro!), dann nehme ich die zweite Wahl um 1,09 Euro: Fettarme Bio-Milch, die nur pasteurisiert, aber nicht homogenisiert ist. Das ist für mich eine leistbare Alternative für Menschen, die aufs Geld schauen müssen. und ja: ich trinke nun mal gern Kakao und Cafe Latte 🙂

    Gefällt 1 Person

    • Und welchen unterschied merkst du bei der Bio-Rohmilch im Vergleich zur normalen Milch? Ich kannte die echte Bio-Rohmilch von meiner Großmutter. Diese kam echt frisch von der Kuh im Stall daneben! Nach ca. 2 Minuten bildete sich auf der zuvor erwärmten Milch die erste Rahmschicht. Echt ekelhaft für mich als Kind 😀
      Ich bin mir leider oft nicht sicher, ob in Bio auch wirklich Bio enthalten ist! Sieht man sich die gesetzlichen Regelungen einmal genauer an, merkt man, dass die Bezeichnung „Bio“ oftmals sehr wenig mit Natur und Freilauf zu tun hat 😦

      Gefällt 1 Person

      • Ich finde, noch wichtiger als Bio ist die Verarbeitung: die Zerstörung der Milchmoleküle durch die Homogenisierung tut dem Körper nicht gut. Wichtig ist auch, dass die Kühe auf die Weide dürfen und nicht das ganze Jahr im Stall stehen müssen. Der Körper merkt das ganz bestimmt, auch wenn die Zunge es nicht wahrnimmt.

        Gefällt mir

      • Ja, so denke ich auch. Ob die Rohmilch nun gesund ist oder nicht, weiß ich nicht, aber all die chemischen Zusätze sorgen sicherlich nicht für eine Verbesserung dieser. Unsere gesamte Umwelt besteht aus Reaktionen und Gegenreaktionen. Da kann auch ich mir kaum vorstellen, dass all diese Veränderungen des Naturproduktes keine Konsequenzen haben sollen.

        Gefällt 1 Person

  5. Hallo Wolf,
    erstmal vielen Dank zu deinem wieder großartig recherchierten Artikel!
    Eben habe ich einen langen Kommentar geschrieben und ihn durch eine blöde versehentliche Tat gelöscht😖 Ich könnt‘ mich in den Po beißen!
    Versuch’s tagsüber nochmal….
    Bis dann…….
    LG Elisabeth

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Elisabeth,
      Freut mich, dass dir der Artikel gefallen hat 🙂
      Mir ist es auch schon passiert, dass ich eine echt lange Antwort geschrieben hab und plötzlich war alles wieder weg! Hat aber vielleicht auch etwas mit der WordPress-Software zu tun. Bin schon gespannt auf deinen Input!
      Bis später,
      Da_Wolf

      Gefällt 1 Person

      • Hallo Wolf,
        bin beruhigt, daß es dir auch schon mal so ging☺️ Dachte schon, daß ich die einzige im www bin, der das passiert.
        Jetzt hoffe ich, daß ich noch alles so zusammenbringe, wie gestern🙂
        Also, ich erschrecke, daß so viele Untersuchungen, Langzeitstudien usw. über unsere Milch gemacht und die Ergebnisse in allen möglichen Variationen serviert werden. Ständige Horrormeldungen verunsichern die Leute, denke ich mir. Es gibt ja doch inzwischen über unsere Lebensmittel so viele negative Berichte alle naslang, daß man nicht mehr weiß, was man noch essen soll. Klar soll ein einschneidendes Ergebnis z.B. krebserregend oder mit Pestizidbelastung über dem Normbereich, schleunigst bekannt gegeben werden. Aber nicht jedesmal, wenn ein Hinz-und-Kunz-Labor wieder eine sog. Entdeckung gemacht hat, die der Vorherigen wieder mal total widerspricht. Wenn man das manchmal so liest, wird man unsicher, wer nun recht hat und was man tun soll.
        Ich bin die ersten Jahre auf dem Bauernhof bei den Großeltern aufgewachsen. Es gab schon in der Früh frisch gemolkene Milch mit Salz und eingebrocktem Brot oder einen Karo-Kaffee mit Schmalzgebackenem. Die Oma sagte: „Milch und Brot macht Wangen rot“. Ich habe keine Osteoporose, Infektanfälligkeit oder eine Laktoseintoleranz.
        Die Großeltern reinigten die Melkmaschine sehr gründlich, wuschen die Zitzen der Kühe vor dem Melken und dann goss man die Milch durch ein Vlies in die glänzend gescheuerten Kannen. Sollte man doch ein paar Bakterien erwischt haben, so hieß es allgemein:“Ein bisserl Dreck schadet nicht“. Es war schön, die Tiere friedlich auf der Weide zu sehen und alle hatten sie Namen, man kannte sich persönlich🙂
        Das war früher, mit den kleinen Bauernhöfen.
        Jetzt kommt mir das große Grausen, wenn ich diese armen Hochleistungskühe mit ihren abartig riesigen Eutern sehe! Wenn ich dann noch weiß, daß diese armen Tiere gentechnisch verändert sind, mit Antibiotika und zusätzlicher Chemie vollgestopft werden, kann ich mir gut vorstellen, daß nichts Gesundes dabei rauskommt. Da brauch‘ ich kein Labor etc. dazu, das kann man sehen, es ist nicht natürlich. Nachdem so mancher Milchüberschuß in den Gulli geschüttet wird, fragt man sich doch, warum diese Überproduktion? Ich denke, die Crux ist, daß der Literpreis so niedrig ist, daß mancher Großbauer kaum seine Produktionskosten decken kann. Aber das Dilemma geht von Wirtschaft und Politik aus. Dann wird die Landwirtschaft subventioniert, ist aber auch nicht des Pudel’s Kern.
        Da es auch hier in Deutschland viele Großfamilien gibt oder Menschen, die mit dem Existenzminimum leben müssen, kann man gut verstehen, daß sie die günstigen Preise gerne nutzen. Nicht jeder hat den finanziellen Background, daß er beim Klein- oder Nebenerwerbsbauern frische Ware holt. In den Großstädten auch wegen Mangel an Kühen nicht machbar☺️
        Also, was soll so eine Mutter, Vater, Rentner, Arbeitsloser, Erwerbsunfähiger usw. machen? Er muß diese günstigen Waren aus dem Discounter kaufen. Bioladen ist nicht drin. Ich möchte dazu sagen, daß ich, als die Kinder noch daheim waren, es auch nicht anders machen konnte. Jetzt, wo die Kinder selbst gut versorgt sind, Studium vorbei und gute Stellen haben, sieht das ein bißchen anders aus. Jetzt besorge ich manchmal auch einiges vom Bauernmarkt oder kaufe beim Bauern in unserem Dorf. Der Preisunterschied macht sich natürlich sehr bemerkbar. Meine Familie hat jedoch wegen dieser jahrelangen „Defizite“ in der Milch oder anderen Nahrungsmitteln keine gesundheitlichen Schäden☺️
        Wir Menschen in Europa werden immer älter und auch größer, als unsere Vorfahren. So schlecht und ungesund kann also unsere Nahrung nicht sein. Gut, daß die Menschen immer älter werden, daran hat die Medizin ihr Teil. Ob das immer gut für den Patienten ist, bleibt dahingestellt und ist zu bezweifeln. Aber das ist schon wieder ein anderes Diskussionsthema☺️
        Also mein Fazit: ich genieße weiterhin meinen Milchkaffee, Joghurt, Quark und Käse. Natürlich auch mit der Milch aus dem Supermarkt😃
        Kaufe aber auch die bissi Teurere, in der Hoffnung, es kommt dem Bauern zugute. Vielleicht schafft’s die Menschheit irgendwann, daß die armen Kühe keine so riesigen Euter mehr haben müssen und kein Labor mehr die Milch untersuchen muß. Aber ich glaub‘, das ist utopisch!

        Eine schöne Woche☀️ und liebe Grüße aus Niederbayern.
        Elisabeth

        Gefällt 1 Person

      • Hallo Elisabeth 🙂

        Schön wieder von dir eine (vollständige) Antwort zu erhalten 🙂
        Manchmal versuche ich bei kürzeren Fragen gleich am Handy zu antworten, da ich damit nicht zu sehr an einen PC gebunden bin, jedoch erhöht das die Möglichkeit etwaiger Tippfehler bzw. das Risiko unvorhersehbarer Softwareprobleme. Das kann dann ganz schnell dazu führen, dass meine Antwort im Nichts des WWW verschwindet 😉

        Hoffe erstmals, dass auch du den ersten Schock des „Brexit“ überwunden hast und überhaupt noch fähig bist, mein Kommentar zu lesen. Und ja, ich bin echt schockiert und auch in Anbetracht der völlig falschen Vorhersagen von letzter Nacht, auch sehr überrascht!

        Jetzt aber zum eigentlichen Thema – der Milch:
        Vielleicht liegt es an der kulturellen Nähe zwischen uns (Bayern und Oberösterreich), dass wir sehr oft eine sehr ähnliche Auffassung haben. Ich denke genauso wie du, dass Studien in erster Linie verunsichern! Studienergebnisse lassen sich in erster Linie sehr gut als Schlagzeile verkaufen, jedoch wird dann der Leser mit seinen weiteren Gedanken, Sorgen alleingelassen. Sollte als Beispiel das Schweinefleisch krebserregend sein, dann wird selten darauf eingegangen, wie man die Untersuchung durchführte, um auf diese Erkenntnis zu stoßen. Wie lange wurde geforscht? Wieviele Probanden? Welche anderen (entscheidenden) Faktoren wurden einbezogen? Auch bei der Fleischdebatte von vor einem Jahr, ruderte man erst nach Wochen zurück und versuchte zu relativieren. Ein „könnte Krebs auslösen“ lässt sich schließlich schwieriger verkaufen als ein „ist Krebs auslösend“. Meiner Meinung sollte man das Grundprinzip der Studien nicht außer Acht lassen: Man möchte durch Studien neue Erkenntnisse gewinnen und diese gewinnbringend vermarkten. Studien beanspruchen meist viele Jahre/Jahrzehnte der Arbeit und kosten enorm viel Geld. Ein Ergebnis ala „ist gesund und kein Problem“, nachdem man zehn Jahre lang geforscht hat, ist in keiner Zeitschrift ein Aufmacher wert. Daher ruhen vielleicht die immer wilderen Horrormeldungen. Oder ich frage einmal so: Welche Langzeitstudie hatte ein erfreuliches Ergebnis? Möchte aber hier trotzdem keine allgemeingültige Profitgier unterstellen. Sind nur meine Beobachtung und das Ergebnis einfachster Schlussfolgerungen. Ich glaube, dass nicht wenige nur auf ein gewünschtes Ergebnis forschen, anstatt ehrliche Resultate hervorzubringen. Vielleicht ist auch unser Leitungswasser bald ungesund und sollte gemieden werden 😀
        Meine Großmutter, die auf dem Land lebte, ein paar Tiere hielt und ansonsten bis ins hohe Alter mehr oder weniger alle Lebensmittel selbst produzierte (Butter, Rahm, Marmelade, Brot…) sagte auch immer, dass zu viel Hygiene krank macht. Sie hat dann auch schon einmal den Schimmel vom eigenen Naturjoghurt mitgegessen und selbst meine eigene Mutter konnte sich nie erinnern, dass sie auch nur einmal krank gewesen wäre! Bei all den chemischen Zusätzen in den heutigen Lebensmitteln würde ich niemanden raten auch nur beim ersten Anzeichen von Schimmel noch davon zu essen. Diesen chemischen Giftcocktail kann kein Körper normal verarbeiten. Ein witziges Paradoxon nebenbei: Bei Getreide, Obst und Gemüse achtet man auf eine nicht genmanipulierte Produktion und man hat strengste Auflagen zu erfüllen. Mitunter sind auch die öffentlichen Diskussionen sehr zahlreich. Jedoch gilt diese Kennzeichnung nicht bei Milch und Eiern! Folglich pumpt man in die Kuh einen Chemiecocktail. Das Fleisch dieser Kuh dürfte ich aus gesundheitlichen Gründen nicht verzehren, aber die Milch schon. Die soll dann sogar noch sehr gesund sein!
        Da ich Kontakte zu Arbeitern in einer heimischen Molkerei habe, weiß ich dass die regionalen Kleinbauern bei dem aktuellen Milchpreis nicht mithalten können und nach und nach von Großbauern übernommen werden. Dasselbe gilt für kleine Molkereibetriebe. Ich bin mir jetzt zwar nicht sicher, aber meines Wissens ist der Milchpreis einer Molkerei (diese beziehen die Rohmilch von vielen verschiedenen Bauern) gedeckelt. So profitiert bei einer teuren Bio-, laktose freien-, was auch immer Milch in erster Linie die Molkerei. Und das oft zu Unrecht! Denn wir wissen mittlerweile, dass Bio nicht gleichzeitig heißt, dass die Kuh auf der Weide lebt. Mit Bio lässt sich ein guter Preis erzielen, andererseits sind die Ausgaben kaum größer als bei der Massentierhaltung mit Melkapparat. Die Gewinner sind abermals die Konzerne, die kleinen Bergbauern mit schwer zu bewirtschaftenden Hanggrundstücken (schwer zu bewirtschaften = weniger Ertrag/m2/Stunde = teurer Einsatz von Mensch und Maschine = weniger Geld) erneut die Verlierer. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich auf keinen Fall meine Ernährung umstellen möchte, da ich sowieso nicht weiß wie schädlich die Milch bzw. andere Produkte tatsächlich sind und ein auf Vorsicht bedachtes Leben wie dem eines Veganers wäre mir zu mühsam. Ich hoffe und vertraue auch ein wenig darauf, dass die Produkte bevor sie in den regulären Handel kommen, zumindest etwas auf gefährliche Inhaltsstoffe überprüft werden. Dieses gewisse Vertrauen muss ich mitbringen, um selbst ein sorgenfreieres Leben fortführen zu können. Aber wohin die gesamte Lebensmittelindustrie noch hinführt, möchte ich lieber gar nicht erst wissen. Sieht man sich den Milchpulverskandal in China an, verspielen die Konzerne vielleicht eh schon sehr bald das letzte Vertrauen der Bürger.
        Schöne Grüße nach Niederbayern wünscht dir

        Da_Wolf

        Gefällt mir

      • Hallo Wolf,
        hoffe, die Antwort landet jetzt an der „richtigen“ Stelle und nicht ganz unten😊 Hab‘ den Antwortbutton nicht gefunden😭
        Vielen Dank für deine Antwort!
        Ja, der Brexit schockiert! Was wird das noch alles werden, mit dieser Welt? Schon bald täglich ist irgendwo eine schlimme Nachricht zu hören.

        Denke auch, daß Oberösterreich und Bayern geprägt sind von der ländlichen Umgebung und wir deshalb viele gemeinsame Auffassungen haben☺️ Da du auch bei deiner Oma gesehen hast, wie die kleine, heile, aber sehr arbeitsintensive Bauernschaft war und teilweise noch ist, verstehst du auch, daß man nicht päpstlicher wie der Papst sein soll. Man muß einfach einiges akzeptieren, wenn man sein Leben nicht grundsätzlich ändern möchte.
        Oft habe ich sehr alte Patienten mit über 90 Jahren, die ihr ganzes Leben lang geraucht haben, sie sterben aber nicht am Lungenkrebs. Oft müssen aber Menschen sehr früh diese Welt verlassen, total verkrebst, die absolut nur gesund lebten. Ich lasse jetzt Vererbung (z.B. Brustkrebs) weg und heiße auf jeden Fall das Rauchen nicht gut. Als ehemalige Raucherin muß ich sagen, daß es mir in Sachen Lunge besser geht☺️ Ich möchte damit nur sagen, daß ich glaube, wenn man alles in Maßen zu sich nimmt, wird man nicht an den Folgen der minderwertigeren oder „kontaminierten“ Nahrung sterben. Allergien auf bestimmte Lebensmittel entwickeln sich vielleicht ursächlich schon daher, aber da bin ich ein Laie.
        Weißt du, ich denke dann an die Menschen in der sog. „Dritten Welt“, die jämmerlich vor Hunger sterben und wir mäkeln rum. Ich glaube nicht, daß diese armen Leute vorher lesen würden (wenn sie könnten), welche Inhaltsstoffe irgendwas enthält oder sich ewig viele Studien reinziehen würden.
        Du hast sehr Recht, bei den Landwirten kommt von der Milchpreiserhöhung bei Bio etc. nicht viel an, das hab‘ ich auch schon von Bauern gehört. Wenn ich dann an die Bergbauern, sofern es sie noch gibt, denke, derbarmen sie mir sehr. Wenn man sieht, wie sie an den Hängen kleben, große Maschinen sind sehr oft nicht einsetzbar, und mühsam Heu machen, müssen sie ihre Arbeit lieben. Obwohl sie am Minimalen dahinkrebsen. Da überkommt einen das Gefühl, daß man gerne mehr für die Milch bezahlen würde, sofern finanziell möglich.
        Ja, wir werden sehen, wohin uns noch alles führen wird. Obwohl es soo schön wäre, wird’s aber leider nicht mehr besser werden.
        Herzliche Grüße nach Oberösterreich!
        Elisabeth

        Gefällt mir

      • Hallo Elisabeth,

        Dauerte zwar jetzt wieder einmal länger bis ich dir antworten konnte, aber besser spät als nie! Hatte leider größere technische Schwierigkeiten mit WordPress und dadurch verspätete sich mein neuer Artikel. 😦
        Auch die Länge habe ich leider wieder komplett unterschätzt.
        Wäre echt schön, wenn die WordPress – Entwickler auch wüssten, mit welchen Problemen manche hier zu kämpfen haben (fehlende Antwortbutton etc…). Aber ganz allgemein: Wo auch immer du antwortest, in der „Konsole“ kann ich deine Antworten sowieso immer einsehen. Es geht nichts verloren. 😉
        Tja, der Brexit ist schon was schlimmes, aber auf der anderen Seite zeigte sich das wahre Gesicht der Rechtspopulisten. Viel versprechen und noch weniger halten. Selbst die Politiker der rechten Reihen mussten dieses Mal zugeben, dass sie den Brexit, den sie selbst propagierten, eigentlich nicht haben wollten! Alles für die eigene Karriere…und um genügend Stimmen zu fangen. Der Stimmenfänger von Hammeln?!
        Leider ist er Mensch vergesslich und wird nach kurzer Zeit den ganzen Heuchlern erneut Tür und Tor einrennen! Für dieselbe „Propaganda“. Jetzt redet doch niemand mehr ernsthaft von einem EU-Austritt.
        Viellicht hast du ja auch gehört, was erst gestern in Österreich passiert ist: In der Bundespräsidentenwahl (Bpw) gab es einen knappen Sieg für Van der Bellen (Vorsprung etwa 30.000 Stimmen!). Prompt hat der Verlierer der rechten Partei eine „Überprüfung“ gefordert und natürlich auch Fehler in der Auszählung gefunden. Soll heißen: Kein Betrug, sondern Formalfehler, die Wahlbeisitzer bei der Auszählung machten. Nur leider ist das ganz normal, wenn man bedenkt, dass es auch in Ö. ca. 5. Mio. Wahlberechtigte gibt. Conclusio: Die Wahl muss jetzt wiederholt werden und die Rechten konnten sich somit eine neue Chance erschummeln! Zwar rechtens, aber wer glaubt denn schon wirklich, dass die anderen Wahlen seit 1945 anders abgelaufen sind bzw. in Zukunft fehlerfrei sein werden? Ist in De sicher auch nicht so sehr anders! Und dann sich noch beschweren, dass die Wahlbeisitzer schuldig sind und einen extra Kurs etc. belegen sollen, kann nur von uninformierter Seite kommen. Denn Fakt ist: Die meisten Wahlbeisitzer werden von der Partei gestellt und arbeiten zu 100% freiwillig in der Freizeit! Am Sonntag! Und das sind keine Funktionäre, sondern meistens einfache Parteimitglieder. Die Vergütung beträgt manchmal 50 Euro, manchmal nichts und wird fast immer als Parteispende an die jeweilige Partei weitergegeben. Und die Presse? Sie schreibt von Verantwortungslosigkeit, Amtsmissbrauch und weiteren Bürden (Schulungen, Kurse etc…) die den freiwilligen Helfern auferlegt werden sollten. Bedenkt man dabei, dass viele Wahlurnen nur schlecht besetzbar sind, weil einfach nicht jeder den freien Sonntag dort sitzen möchte, dann ist das auch nicht gerade verwunderlich. Aber solche Behauptungen bringen mich echt auf die Palme. Merkt man vielleicht auch ein wenig! Wie dem jetzt auch sei: Neue Chance für die Rechten, die nicht verlieren konnten. Diese feiern das Ergebnis als Sieg für die Demokratie, die sie selbst bei jeder Gelegenheit mit Füßen treten und viele werden deren Ausführung erneut Glauben schenken. Und Österreich macht sich wieder einmal zum Gespött im Ausland!
        Aber jetzt einmal zum Thema Milch:
        Ich glaube auch, dass vor allem Städter, die die Kuh nur vom Foto aus kennen, eher vom Produkt Milch abgeneigt sind. Du hast es bereits ausgesprochen: Man sollte nicht päpstlicher als der Papst sein! Ich glaube kaum, dass unsere Generation die absolute Weisheit erlangte und die Generationen zuvor bestenfalls mit Steinen klopften! Ja, sie hatten vielleicht nicht alles bis auf das kleinste Detail auf wissenschaftlicher Basis untersucht, aber Erfahrungswerte sind oftmals ohnehin aussagekräftiger. Auch meine Großmutter hatte bereits vom gesunden Milchprodukt gesprochen und sie war sicherlich nicht von irgendeiner „Milchmafia“, Werbung etc… beeinflusst worden. Das sind und waren eben Erfahrungen, die von Genration zu Generation mündlich weitergegeben wurden. Bei den Menschen der sogenannten „Dritten Welt“ (darf man ja auch nicht mehr offiziell sagen = =) würden uns bei all den Sorgen, die wir uns machen nur Ungläubig ansehen. Um zu überleben trinken manche Menschen auch schon einmal Urin oder anderes … Soll heißen: unser Körper ist nicht so fragil wie manche immer zu denken scheinen. Man kollabiert nicht sofort, weil man 2% zu viele Ballaststoffe zu sich genommen hat oder was auch immer. Ein gesunder Körper braucht vielmehr eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung. Das würde sogar meine Großmutter bestätigen – ganz ohne Studien! Sagt doch schon der gesunde Menschenverstand: Den ganzen Tag im Büro sitzen und mit der U-Bahn nachhause fahren, aber penibelst genau auf die „richtige“ Ernährung achten, hält den Körper auch nicht gesund! Aber leider machen das sehr viele. Essen Rohkost oder was auch immer, aber bewegen sich gleichzeitig zu wenig, trinken und rauchen oder ähnliches…
        Zudem bin ich nicht auf das ewige Leben aus (das irdische Leben), sondern auf ein gutes, erfülltes Leben. Sich ständig mit den Inhaltsstoffen der Lebensmittel auseinander zu setzen, stellt in meinen Augen eine große Einschränkung der Lebensqualität dar.
        Nochmals zur Milch: Auf der einen Seite wird beim Milch- und Fleischpreis geknausert wo es geht, andererseits ist die Verwunderung groß, wenn ein Lebensmittelskandal auf den nächsten folgt. Es ist doch ganz einfach: Ein halbes Kilo Rindfleisch um 2 Euro soll man nicht kaufen! Das kann bei diesem Preis nicht gesund sein! Genauso wie letztes Mal im Supermarkt entdeckt: Kaufe 12 Packungen Milch, dann kostet der Liter nur noch 56 Cent! Bei diesen Preisen, kann man sich doch keine qualitativen Produkte mehr erwarten. Auf der einen Seite machen wir den Bauern das Leben so schwer, obwohl doch heutzutage jeder nur noch finanziell erfolgreich und nach Reichtum strebt, anstatt seiner Leidenschaft nachzugehen. Andererseits sind wir von denen doch so abhängig. In Europa haben wir (noch) riesige Anbauflächen, um die Bevölkerung vergleichsweise günstig ernähren zu können. Andererseits denken wir an irrsinnig teure Alternativen wie Vertical Gardening etc… nach! Wie passt das denn zusammen? Einerseits brauchen wir einfach und günstig herzustellende Nahrungsmittel um die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren, andererseits suchen wir nach teuren Alternativen, die sich ja nicht einmal wir im Westen leisten können. Oder wie natürlich ist es, Pflanzen in einem Hochhaus anzubauen bzw. Kühe mit künstlichem Sonnenlicht zu bestrahlen, um die natürliche Umgebung in einem künstlichen Umfeld zu simulieren? Und dann kommen die gleichen Leute wieder mit der Bio-Keule!
        Wie dem auch sei, ich glaube über dieses Thema könnten wir beide eine ganze Buchreihe schreiben…

        Schöne Grüße nach Bayern
        Da_Wolf

        Gefällt mir

      • Hallo Wolf,
        Dankeschön für deine Antwort!
        Ja, was du beschrieben hast, mit der Wahl des Bundespräsidenten in Österreich und den vielen Themen, die in Bezug darauf, immer und überall vorkommen, möcht‘ einem schlecht werden.
        Vielleicht ist’s manchmal nicht gar so übel, nicht immer alles ganz genau zu wissen, was da so läuft, sonst würden wir Menschen vor Entsetzen und Enttäuschung keinen Weg mehr sehen. Meist fühlt man sich ja sowieso verar…. , wenn es einem wieder so einen Kalauer um die Ohren haut.

        Ich denk‘ auch, lieber Wolf, daß wir uns gegenseitig noch viel über das Thema Milch und Ernährung erzählen könnten und dabei auf dem gleichen Nenner blieben☺️

        Herzlicher Gruß
        Elisabeth

        Gefällt mir

      • Hallo Elisabeth,

        Auf der einen Seite fordern Bürger mehr Mitspracherecht, andererseits kennt Politik mehr als nur ein einfaches Ja, oder Nein. Gespottet wird allzu schnell, aber sich intensiv mit den Themen beziehungsweise der Tragweite bei einer Umsetzung der eigenen Meinung auseinanderzusetzen wollen viele dann doch nicht. Über Politik zu schimpfen ist schließlich einfacher.
        Beim Thema Milch gibt es noch eine Vielzahl an artverwandten Themen, von denen sicherlich auch noch einige zu einem späteren Zeitpunkt behandelt werden. Dann können wir auch wieder ausgelassen darüber diskutieren 😉

        Schöne Grüße
        Da_Wolf

        Gefällt mir

  6. Ich trinke nicht viel Millch, nehme aber viel Milchprodukte zu mir. Milch (böse, böse fettarme H-Milch – wegen der Haltbarkeit) gibt es bei mir in den Tee – oder zum Kochen von Pudding, Kartoffelbrei oder Milchreis/Grießbrei. Manchmal muss eine schon sehr reife Banane weg (wie gestern), dann gibt es eine Bananenmilch.
    Knochenbrüche? Hatte ich bisher einen – da ist mir vom Fingergelenk im Sportunterricht ein Knochenteil abgesplittert. Ansonsten sind meine Knochen dichter als bei der durchschnittlichen Frau meines Alters. Sagt jedenfalls mein Orthopäde, der die Knochendichte einmal gemessen hat.
    Ich bin übergewichtig, nicht wegen der Milch, sondern wegen der Milchschokolade und weil ich es nicht so weit zum Supermarkt habe, um mir diese zu kaufen *hust* und der Orthopäde sagte, dass übergewichtige Menschen sehr viel seltener unter Osteoporose litten.
    Welche Milch kaufe ich? Bio-Milch. Wegen der Milchpreise. Ich bin nämlich bereit, den Bauern einen Preis zu bezahlen, mit dem sie leben können und keinen Verlust machen! Außerdem – Antibiotika-Einsatz bei Bio-Kühen ist deutich geringer (es sei denn, die Kuh ist krank, dann darf aber die Milch nicht verkauft werden).
    H-Milch, fettreduziert, weil alles andere mir viel zu schnell im Kühlschrank schlecht wird.
    Seltener verwende ich Sahne. H-Sahne habe ich im Kühlschrank, weil sie nicht oft gebraucht wird. Das letzte Mal habe ich Sahne verwendet, als ich nach Weihnachten gebacken habe.
    Es war keine Bio-Sahne …
    Käse und Quark esse ich oft.
    Fleisch dagegen seltener (Wurst schon eher). Ich koche selten und öfter vegetarisch.
    Ach ja, und Diabetes? Bisher nicht. Trotz zuviel Milchschokolade …

    Gefällt mir

    • Wie fast jeder, trinke ich meinen Kaffee mit Milch oder esse Käse bzw. andere Milchprodukte. Mit Übergewicht habe ich wahrlich nun wirklich nicht zu kämpfen, daher sind Fette oder Kalorien generell kein Thema für mich. Seien da nicht, die körperunverträglichen Fette!
      Zum Thema Bio-Milch: Leider sid auch beim Begriff ‚Bio‘ kaum glückliche Kühe anzutreffen und bei der Haltung lt. Gesetz keine Freilandhaltung sprich Weide mit saftigen Wiesen vorgeschrieben. Es ist wohl besser als nichts und der Begriff lässt sich überdies noch sehr gut vermarkten. Mit dem Antibiotikaeinsatz hast du vermutlich recht, aber ob der Mehraufwand für die aufwendigere Haltung und der daraus resultierende höhere Preis auch bei den Bauern ankommt wage ich zum bezweifeln. Wenn, dann nur zum Teil …
      Muss aber grundsätzlich zur ganzen Milch-Debatte sagen, dass auch ich die möglichen Auswirkungen als völlig überzogen empfinde. Auch ich nehme viele Milchprodukte zu mir und habe bislang keine Beschwerden. Meine Großmutter hatte sogar auf die heilende Wirkung der frischen Rohmilch bestanden …

      Gefällt 1 Person

      • Ja, das kann natürlich ein wichtiger Grund sein. Was mich interessieren würde: Wie reagiert deine Umwelt darauf? Gibt es Konflikte, Diskussionen bei Essenseinladungen? Oder wie ist es im Ausland? Z.B: In Korea gibt es tatsächlich kaum etwas ohne Fleisch…

        Gefällt mir

      • Hm… ich lebe nicht wirklich mit anderen Menschen, hab kaum Kontakte und ich vereise auch nie. Hab das Haus voller Tiere…
        Mein Mann ist genau wie ich natürlich auch Veganer… und ehrlich mir ist es egal was andere darüber denken. Kann nur sagen, mein veganer Kochblog wird ganz gut besucht. Es gibt ja zum Glück immer mehr, auch gerade junge Leute, die vegan leben!
        LG, Petra

        Gefällt mir

      • Hallo Petra,
        Ich glaube auch, dass man die Entscheidung anderer zu 100% respektieren muss! Man kann sich aus Neugier schon nach deren Essensgewohnheiten erkundigen, aber jemanden zu belehren ist sicher unangebracht. Wenn ich an meine eigene Jugend zurückblicke, fällt mir keine einzige Person aus meinem Bekanntenkreis ein, der oder die sich vegetarisch oder gar vegan ernährte. Heute sprießen die Bio- und Veganläden wie Pilze aus dem Boden und selbst ich, als Nicht-Veganer komme immer öfter mit Veganern in Kontakt. Habe es aber auch schon erlebt, dass sich viele von einem Tag auf den anderen vegan ernähren wollten, weil sie auch auf den ‚Trend‘ aufspringen wollten. Da bin ich aber sehr skeptisch gegenüber, weil eine Lebenseinstellung kein Trend sein sollte, sondern sich Schritt für Schritt entwickelt. Habe großen Respekt vor dir und deiner Einstellung zum Essen, weil ich es wohl so nicht könnte.

        Lg. Da_Wolf

        Gefällt 1 Person

      • Naja.. vegan bedeutet ja nicht nur anders essen .. sondern auch im Alltag alles „tierisch“ nicht zu benutzen…und möglichst tierleidfrei zu leben. DAS ist echt schwer und ich gebe es zu, es gelingt auch mir nicht ganz. Aber ich bemühe mich.
        Auch wenn man mal krank wird, möchte mein möglichst keine Medikamente die am Tier getestet wurden.. und dann wird echt schwierig.
        Allerdings ist das alles eine wirklich große Umstellung, aber wenn man erst man drin ist… ist es eine Bereicherung… noch nie hab ich so lecker gegessen wie jetzt als Veganer. (und ich koche/erfinde wirklich nur ganz einfache Rezepte… da gibt es aber auch welche die kochen auf ganz hohen Niveau ).
        LG, Petra

        Gefällt mir

      • Hallo Petra,
        Entschuldigung erstmal, dass ich dir trotz der sehr aufschlussreichen Antwort erst jetzt schreibe. Ich stelle mir es schon sehr schwer vor sich nur Vegan zu ernähren, da man nicht jedes Nahrungsmittel kontrollieren kann – wie ein Mittagessen in der Kantine. Aber ganz schwierig stelle ich mir eine Überprüfung der Medikamente vor. Woher weißt du, ob es beim Medikament Tierversuchen gab oder nicht? Oder nach welchen Kriterien gehst du beim Kauf?
        Dass du dich danach wohlfühlst und dir auch der Mehraufwand das alles Wert ist, ist und bleibt das Wichtigste 🙂

        Lg.
        Da_Wolf

        Gefällt 1 Person

      • Ich esse praktisch nie außer Haus.. das klappt hier auf dem Land nicht mit vegan. Medikamente nehm ich praktisch nie. Nur als ich mal in Lebensgefahr war hab ich zugestimmt.. sonst hätte ich ja nicht mal eine Narkose haben können. Wie gesagt, es ist fast nicht möglich und ich kann nur sagen ich bemühe mich…
        LG, Petra

        Gefällt mir

      • Woow! Ich bewundere dich! Vor allem wenn es um die eigene Gesundheit geht, würde ich wohl kapitulieren. Erinnert mich an fundamentale Christen, die in ihrer Bibelauslegung den Verzicht einer medikamentösen Behandlung als Wille Gottes sehen. Ist zwar etwas ganz anderes im Vergleich zu deiner Motivation des Verzichts, zeugt aber in beiden Fällen von einer ganz großen Willensstärke.
        Ich habe das Glück, dass ich in der Stadt wohne und daher fast für jeden Geschmack eine Umfangreiche Auswahl an Restaurants finde. Der Verzicht auf etwas wird dadurch leider etwas erschwert.

        Lg.
        Da_Wolf

        Gefällt 1 Person

  7. Ein sehr informativer Beitrag!

    Ich für meinen Teil trinke und nutze Milch zwar regelmäßig, aber immer in den mir angelerntem Maß aus der Ernährungslehre, dort hieß es immer nicht mehr als ein Glas Milch am Tag.
    Bestätigt wurde dort auch, dass es Lebensmittel gibt, die mehr Kalzium enthalten.
    Sollte man mehr davon trinken, so haben wir gelernt, sei sie tatsächlich ungesund.

    Als Kind bekam ich und meine Brüder jeden Tag Milch und trotz sportreichem und unfallreichem Leben hatte bisher keiner von uns einen Knochenbruch. Mag vielleicht an den Genen liegen, aber bestimmt litten wir auch nie unter Vitamin D Mangel.

    Ich glaube, dass die Milch einfach ein Produkt bleiben wird mit Historie. Früher war es eine einfache Methode an genug Fett und recht reine Flüssigkeit zu kommen. Günstig zudem auch (wobei es langsam zu weit geht mit den niedrigen Preisen).

    Ich habe gesehen, dass du meine Bücher-Aktion geliked hast, möchtest du daran teilnehmen??

    Gruß Stella

    Gefällt mir

    • Hallo Stella,

      Ich finde deine Buchaktion eine echt tolle Idee! Möchte dich aber trotzdem darauf aufmerksam machen, dass „Tauschaktionen“ die einem Kettenbrief gleichkommen, seit einigen Jahren bereits nicht mehr erlaubt sind. Ich persönlich würde sehr gerne mitmachen, wäre aber wenig begeistert ausgerechnet 36 Bücher zu bekommen. ich lebe zurzeit in einer eher kleinen Wohnung und archiviere all meine Bücher aus Platzgründen (Buchscan in .Pdf-Format und lesen am E-Reader). Ich weiß nicht, wie du zu diesem Problem, dass wohl nicht nur mich betrifft, stehst.
      Finde es interessant, dass du tatsächlich gelernt hast, dass mehr als ein Glas Milch zu trinken ungesund wäre. Hast du das in der Schulzeit gelernt? Für mich war das bisher eher eine Theorie als fundiertes Wissen. Ich wuchs noch zu Zeiten auf, als es noch die „Schulmilch“ gab. Weiß nicht ob dir das etwas sagt. Der Hintergrund waren die enthaltenen Fette, aber allgemein die gesunde Wirkung des gesamten Nahrungsmittels. Wie hast du deiner Meinung ausreichend Vitamin D aufgenommen? Durch genügend Aufenthalt in der Sonne? Ich bin mir selbst etwas unsicher, ob ich immer genügend Vitamin D bekam bzw. wieviel es auch wirklich sein sollte. Aber allgemein gesagt, war ich nie der Sportlichste und verbrachte mitunter sehr viel Zeit in geschlossenen Räumen. War aber dennoch selten ernsthaft krank und habe mir erst einmal die Zehe beim Fußballspielen gebrochen. Die Schulmilchaktion wurde bereits in den 90er Jahren beendet, da die Gewinnspanne immer kleiner wurde und die Aktion zudem finanziell gefördert wurde, damit diese „gesunde Jause“ für jedes Kind leistbar war. Der damalige Preiskampf war aber mit unserer heutigen Realität in keiner Weise vergleichbar. Damals konnten die Bauern noch tatsächlich von ihren Produkten leben. Habe erst vor wenigen Tagen einen Liter Vollmilch um unter 60 Cent im Supermarkt um die Ecke angeboten gesehen. Bei diesen Preisen würde es mich wundern, ein gesundes und hochqualitatives Produkt produzieren zu können.

      Schöne Grüße,
      Da_Wolf

      Gefällt 1 Person

      • Erst einmal, meinen Respekt dafür, dass du dir so viel Zeit für ausführliche Antworten nimmst!!
        Ich habe momentan noch sehr viel Platz für Bücher, daher hatte ich damit kein Problem 😀 ich wusste tatsächlich nicht, dass es nicht erlaubt ist 😮
        Hmm woher das Vitamin D kommt ist eine gute Frage, ich denke schon, dass ich durch meine Heimat allein schon mehr Sonne und Bewegung bekommen habe. Meine Heimat Bocholt ist bekannt als Fahrradstadt, vielleicht kommt es daher wirklich von der Sonne.

        Ja, wir bekamen das in der Schule beigebracht in der Oberstufe. In der Grundschule gab es jedoch auch den obligatorischen Kakao in der Frühstückspause. Umso wichtiger finde ich, dass Ernährungslehre schon früh beigebracht werden sollte, damit der ein oder andere Mythos endlich mal begraben werden kann. Ich für meinen Teil, hätte gerne mehr gelernt als es in den drei Jahren möglich war.

        Wir versuchen wegen der Preise auch immer weniger solche Produkte zu kaufen, nur treten da einige Probleme auf Dauer tatsächlich auf, sodass man zwischendurch doch zum günstigen Produkt greift, ich hoffe das ändert sich wieder mit den Preisen.

        Gefällt mir

      • Hallo Stella

        Ein Blog lebt nun einmal von den Lesern und den Diskussionen, die man gemeinsam führt. Zu antworten ist nicht rein ein Akt der Höflichkeit, sondern ist in meinem eigenen Interesse. Vor allem bei Themen, die besonders stark Meinungs- und Emotionsgeladen sind, kann ich noch viel von den Lesern lernen.
        Zu den Büchern: Ob das gegenseitige Versenden der Bücher in die Kategorie eines „Kettenbriefs“ fällt, weiß ich auch nicht zu 100% sicher. Könnte es mir aber durchaus vorstellen. Am besten ist, sich vorsichtshalber im Voraus zu erkundigen. Möglicherweise liege ich mit meiner Mutmaßung völlig falsch. Da auch du nicht genau weißt, woher du das ausreichende Vitamin D erlangt hast – woher weißt du, dass du genügend hattest bzw. wie misst du das? Ich für meinen Fall habe diesbezüglich keine Ahnung! Ich weiß nicht, ab wann die Milch kritisch in Bezug auf die gesundheitliche Wirkung angesehen wurde. Vor allem bei der Milch gehen die Meinungen sehr stark auseinander: Von besonders gesund bis zum gefürchteten Krebsverursacher ist da alles dabei. Solch eine Diskussion gab es zu meiner Schulzeit sicher noch nicht. Aufklärung ist sicherlich gut und notwendig, aber oftmals habe ich das Gefühl, dass Studienergebnisse zu jedem Preis veröffentlicht werden. Sieht man sich die Studien etwas genauer an, erkennt schon ein Laie, dass viele Nebenfaktoren wie Alter, Gene, sonstige Ernährung etc… komplett außen vor gelassen werden. Ob am Tod eines 75-jährigen Kettenrauchers tatsächlich die Milch noch eine Rolle spielt, steht meist auf einem anderen Blatt geschrieben. Ich entdecke nach neuen Studien selten neue Erkenntnisse, sondern viele verunsicherte Gesichter. Kann ich dies oder das noch essen/trinken? Oder bin ich schon ernsthaft krank? Dabei würde oftmals ein funktionierender Hausverstand gepaart mit einem gezügelten Maß besser geeignet sein. Ich glaube, die Milch als Naturprodukt ist weniger das Problem, als vielmehr was wir daraus letztendlich machen. Bin stark im Zweifeln ob Antibiotika und sonstige haltbarkeitserhöhende Chemie in einem Nahrungsmittel zu einer steigenden Gesundheit führen.
        Die Preise werden sich erst wieder ändern, wenn die Gier nach noch mehr Wirtschaftswachstum und noch höheren Erlösen auf Kosten anderer nachlässt. Aus diesem Grund, sehe ich auf Dauer kaum eine Preiserhöhung.

        Gefällt mir

      • Naja ich denke trotzdem, dass du dir besonders viel Mühe gibst. Das tun andere bei Weitem nicht.
        Ich habe zu dem Vitamin D einmal eine Blutprobe machen lassen, da war alles in Ordnung ich denke, da ich meine Art und Weise zu leben nie wirklich geändert habe zumindest in Sachen Nahrung und Bewegung, sollte der Wert immer in etwa gleich gewesen sein.
        Woher das Vitamin D jetzt wirklich bei mir kommt, ob Milch oder Sonne weiß ich natürlich nicht.
        Ich finde auch, dass man sich immer mehr fragen muss, was kann man nun wirklich noch „fair“, gesund und ohne Nebenwirkungen essen. Ich glaube mit den drei Begriffen im Kopf, wird man leider verhungern müssen. Zu viele Lebensmittel stehen in Verdacht Krankheiten zu verursachen oder unfair produziert zu werden. Das eine kann man ändern, das andere ignorieren und zumindest versuchen nichts chemisches zu sich zu nehmen.
        Insgesamt sollte man dennoch auf eine abwechslungsreiche und ausgewogene Kost achten, die Schadstoffe, die man dann isst, sind zumindest dann „einfacher“ zu verdauen.

        Gefällt mir

      • Haha, ich fühle mich geschmeichelt ob deiner Komplimente!

        Ich pflichte dir deiner Ausführungen ganz bei. Wirklich krank wird man vorrangig nicht von chemischen Zusatzstoffen, sondern von der ständigen Angst etwas Ungesundes und sich letztendlich möglicherweise unausgewogen zu ernähren. Ich brauche dazu keine Tabellen, um die genauen Inhaltsstoffe jeder Mahlzeit genau zu analysieren. Ein gesunder Hausverstand sollte dazu ausreichend sein. Sprich: 3 Mal in der Woche bei McDonalds zu essen, ist sicherlich nicht gesundheitsfördernd, genauso wenig wie nur Obst und Gemüse zu essen. Ich finde es zu respektieren, wenn sich Leute ab einem gewissen Alter ganz dem vegetarischen oder veganem Leben verschreiben, aber für mich wären diese ständige Kontrolle und die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln viel zu mühsam. das würde für mich tatsächlich eine Beeinträchtigung des alltäglichen Lebens darstellen. Aber letztendlich sind die Schadstoffe in den Lebensmitteln sicherlich nicht ganz unbedenklich. Etwas Schimmel in der selbstgemachten Marmelade schadete einem gesunden Immunsystem sicherlich nicht (wenn sie nicht ganz und gar von Pilzfäden durchzogen war). Bei gekaufter Marmelade und den chemischen Zusatzstoffen, die die Pilzsporen in erhöhter Konzentration mitaufnehmen, ist vom Verzehr sicher abzuraten.

        Gefällt 1 Person

  8. Vielen Dank für den sehr informativen Artikel. In der letzten Zeit hatte ich etliche Diskussionen über die gesundhietliche und ethischen Aspekte der Kuhmilch. Dieser Artikel kam gerade zur rechten Zeit !

    Gefällt mir

  9. Hallo, danke für den umfangreichen Artikel mit vielen Quellen. Leider gibt es ja zu fast allen Gesundheitsthemen immer sehr widersprüchliche Forschungsergebnisse und als einfacher Verbraucher steht man dann da und weiß nicht hin, nicht her. Ich hab trinke recht viel Milch, vor allem im Kaffee, und esse morgens Joghurt mit Müsli und Früchten. Aber ich habe schon öfter versucht, den Milchkonsum runterzuschrauben, z.B. auf Hafermilch oder Reismilch umzustellen. Hafermilch lässt sich auch einfach selbst machen. Aber dann habe ich wieder den Kindern gegenüber ein schlechtes Gewissen gehabt, denn die sollen ja laut Ärzten immer viel Milch trinken. Wenn sich dann am Ende vielleicht zeigt, dass das Gegenteil gesünder gewesen wäre, hat man als Eltern ja ein extra schlechtes Gewissen! Du bist übrigens herzlich eingeladen, deinen Blogpost bei unserer Blogparade „einfach. nachhaltig. besser. leben“ zu verlinken, sicherlich würden sich auch andere Blogger dafür interessieren: https://einfachnachhaltigbesserleben.blogspot.de/2016/07/einab-16-und-was-ist-eigentlich-open.html
    Viele Grüße,
    Marlene

    Gefällt mir

    • Hallo Marlene

      Mir geht es diesbezüglich genauso wie dir. Habe das Thema Milch eigentlich genommen, da ich von einigen den gutgemeinten Ratschlag bekam, keine Milchprodukte mehr zu mir zu nehmen, da diese höchst gesundheitsschädigend wären. Komme aber letztendlich zum selben Schluss wie du. Nach dem Lesen diverser Studien, weiß ich weniger als vorher und die Verunsicherung ist umso mehr gestiegen. Ich für meinen Teil, werde den Milchkonsum nicht ändern oder gar einschränken. Ich weiß zwar überhaupt nicht, wie es mir in zehn oder zwanzig Jahren ergehen wird, aber bisher habe ich keinerlei gesundheitliche Einschränkungen feststellen können. Meine Großmutter trank jeden Tag ihre Tasse Milch und wurde letztendlich über 90 Jahre alt.
      Mir stört es, dass bei all den Studien die zusätzlichen Einflussfaktoren wie allgemeine Gesundheit, Vorerkrankungen, persönliche Lebensweise, Umwelteinflüsse etc. völlig außen vor gelassen werden. Bei meinen (zukünftig) eigenen Kindern werde ich sicherlich die völlig überzuckerten Softdrinks und das Fertigessen von McDonalds etc. massiv einschränken, denn zumindest damit trage ich bewiesenermaßen zu einer gesünderen Ernährung meines Kindes bei. Auf Jogurt könnte ich wahrscheinlich ohnehin nicht verzichten 😀
      Ps.: Habe meinen Artikel bereits bei dir verlinkt. Habe mir bereits ein paar andere Artikel durchgelesen! Wirklich sehr interessante und lehrreiche Themen.

      Lg. Da_Wolf

      Gefällt 1 Person

      • Hallo und vielen Dank fürs Verlinken! Kannst du mir aber noch einen Gefallen tun – deine Verlinkung ging aus Versehen direkt zu meinem Kommentar und hat dann mein Profilbild genommen. Das sieht dann in Kombination mit meinem merkwürdigen Bild aus, als bin ich wegen zu hohem Milchkonsum früh gestorben. Deshalb hab ich den Blogpost nochmal neu verlinkt (Link Nr. 11) und die Kuh als Bild gewählt. Aber nur du (und der Admin, der im Urlaub ist) kannst den Link Nr. 7 wieder löschen, indem du auf unsere Blogseite gehst, auf add new link und dann statt neuem Link oben rechts auf „show history“ und dort auf deinen letzten Link: „remove“. http://www.inlinkz.com/new/luAddLink.php?ref=https%3A%2F%2Feinfachnachhaltigbesserleben.blogspot.de%2F2016%2F07%2Feinab-16-und-was-ist-eigentlich-open.html&id=644165&cookie=c4d6893dd3e9
        Ich wäre dir sehr dankbar – und sorry für den Extraaufwand, so war das nicht gedacht!
        Ich bin übrigens froh zu hören, dass du nach all deiner Recherche auch nicht ganz auf Milch verzichtest. Reduzieren finde ich vertretbar, vielleicht sogar (vor allem auch aus ökologischen Gründen) empfehlenswert, aber für ganz radikale Lösungen bin ich meist nicht zu haben.
        Viele liebe Grüße,
        Marlene

        Gefällt mir

      • Hallo Marlene,

        Habe jetzt genau gesehen, was du meintest, konnte den Link mit deinem Vorschaubild leider trotzdem nicht entfernen. ‚Show History‘ blieb bei mir einfach leer! Ich werde es heute Abend nochmals am Pc Zuhause versuchen, ob ich es dann schaffe die doppelte Verlinkung zu löschen. Wäre schön, wenn auch ein paar meiner zukünftigen Artikel ihren Weg in eine deiner Blogparaden finden würden. Mach dir wegen dem Aufwand keine Gedanken – ist alles kein Problem.
        Bereits vor meiner Recherche zum Thema Milch, habe ich bereits für mich beschlossen, meinen Milchkonsum aufgrund von irgendwelchen Studien nicht zu verändern. Warum auch? Eine klare Antwort zu diesem Thema habe ich noch immer nicht.
        Liebe Grüße,
        Da_Wolf

        Gefällt 1 Person

      • Hallo Da_Wolf,
        danke, dass du es versucht hast mit dem ändern, dann muss ich warten, bis der Admin aus dem Urlaub kommt.
        Du darfst gerne noch ältere Artikel verlinken, dann musst du einfach nachträglich den Link zu EiNaB einfügen, die ´bleiben ja oft lange aktuell und so werden vielleicht auch noch mehr darauf aufmerksam. Schön, dass du Interesse hast!
        Viele Grüße,
        Marlene

        Gefällt mir

      • Hallo Marlene,
        Ich werde deine nächsten Blogparaden sicherlich mitverfolgen und dann gegebenenfalls etwas beisteuern. Ich weiß leider auch nicht, warum es mir nicht gelang den doppelten Post mit deinem Profilbild zu löschen. Wünsche hierbei deinem Admin viel Erfolg 😉

        Bis bald
        Da_Wolf

        Gefällt 1 Person

    • Freut mich, dass ich dir helfen konnte 🙂
      Ich hätte da nur noch eine Frage: Welche gesundheitlichen Gründe bewegten dich auf Kuhmilch zu verzichten und wie hat sich der Verzicht schlußendlich darauf ausgewirkt?
      Freue mich auf deine Antwort!

      LG.
      Da_Wolf

      Gefällt 1 Person

      • Oh sorry, habe deine Nachricht überlesen. Mein Kleiner hat irgendwann einen ständigen Husten. Nichts half, bis festgestellt wurde, dass er eine Kuhmilch- und Weizenunverträglichkeit hat. Der Husten ist ein Zeichen des geschwächten Immunsystems. Seit wir auf die entsprechenden Produkte verzichten und eine Darmsanierung machen, geht es ihm besser. Der Husten ist fast weg und er ist insgesamt viel ausgeglichener. Viele liebe Grüße, Anne

        Gefällt mir

  10. Man sollte die ganzen Forschungsergebnisse vergessen und sich wieder so ernähren, wie es unsere Vorfahren gemacht haben. Mit der entsprechenden Quantität und der Qualität einheimischer Produkte. Dann verschwinden Probleme durch die Ernährung von ganz allein. Ganz nebenbei würde auch die Tierquälerei durch die Massentierhaltung verschwinden.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s